„Ich brauche Hilfe, helfen Sie mir! Ich muß da hinauf!“ richtete er sich an die am Rand Stehenden.
Seine Bitte blieb nicht ungehört. Zwei Männer hatten eingesehen, daß es ihm auf diese Weise nicht gelingen würde und kletterten auf den Ausleger des Krans. Auf ihren Knien rutschten sie den stählernen Träger entlang und erreichten so trockenen Fußes den Bus. Dort angekommen, schafften sie es mit vereinten Kräften, den Kranführer hinauf zu ziehen und die Kette an mehreren Punkten des Fahrgestells und am Kran festzumachen. Für den Rückweg wählte der Kranfahrer nun ebenfalls den Ausleger, dieser Weg war der bequemere.
Kaum saß er im Führerhaus, begann der Kran sich zu bewegen. Wie der Arm eines riesigen Insekts hob er sich, zuerst nur Zentimeterweise. Als die Kette sich spannte gab es einen Ruck.
Die Freunde im Bus erschraken, und obwohl die Kälte des Wassers sich anschickte, unbarmherzig ins Innere eines jeden einzelnen vorzudringen, ihnen den Atem abschnürte, war doch eine unglaubliche Disziplin zu spüren. Einzig Hermann machte darauf aufmerksam, daß er glaubte, keine Kraft mehr zu haben. Sofort griffen ihm Walter und Bernd unter die Arme, beide selbst erschöpft, und hielten ihn so gut es ging über Wasser, redeten ihm gut zu; das Feuerzeug erlosch. Die Frauen zeigten sich ungeheuer tapfer. Bis auf Edith, die stumm zu weinen begonnen hatte und gelegentlich nach ihrem Walter rief.
„Ich will hier raauuus!!!“
Es war Felix, der mit diesem Schrei signalisierte, daß er jeden Moment einen Nervenzusammenbruch erleiden würde. Der spürte, wie eine Klaustrophobie in übermannte, in umschloß, ihn zu würgen begann. Sofort faßten zwei Freundeshände ihn an der Schulter, tröstende Hände. Aber wie lange würde Felix noch stillhalten?
Als die Polizei am Unfallort eintraf, war es dem Kranführer gerade gelungen, den Bus ans rettende Ufer zu heben. Geräuschvoll lief die trübe Brühe aus den geborstenen Fenstern wieder heraus, und schon erkannten Helfer und Schaulustige die Beine der Insassen, danach deren Körper und Gesichter, als sie sich bückten, um ins Freie zu schauen. Sobald der Bus den Boden berührte und auf der Wiese lag, liefen die Helfer hinzu, die restlichen Scheiben wurden von außen eingeschlagen und die Insassen heraus gezerrt. …
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