Erleichtert und erschöpft, völlig durchnäßt und halberfroren lagen oder saßen sie zitternd auf der feuchten Wiese und spürten ihre Extremitäten nicht mehr; Max und Brutus überschlugen sich fast vor Freude. Jedes Opfer der unglücklichen Gesellschaft wurde überschwenglich begrüßt, alle beleckt, beschnuppert, am intensivsten natürlich Frauchen und Herrchen.
Inzwischen trafen nach und nach mehrere Rettungswagen ein, die Verunglückten wurden untersucht und ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht. Zurück blieben eine Menge Zuschauer, Polizisten, ein umgekippter Bus, die Helfer und zwei völlig verstörte Hunde, die verständnislos im Kreise herumliefen; sie hatten in den Krankenwagen keinen Platz gefunden.
Das kleine Krankenhaus in der Eifel war auf eine derart große Zahl von Neuzugängen nicht vorbereitet. Der diensthabende Oberarzt wollte die Gruppe auf die gesamte Klinik verteilen, aber Hermann wußte das zu verhindern. Er hatte bei dem Unfall am meisten gelitten, seine Frau Vera wollte sich unter keinen Umständen von ihm trennen, den anderen Paaren erging es ähnlich. Sie waren nicht wirklich verletzt worden, unterkühlt, aber nicht verletzt. Daher bestanden sie darauf beisammen zu bleiben. Es blieb dem Personal nichts anderes übrig, als die Gesellschaft nach der medizinischen Untersuchung fürs erste im Gymnastikraum der bescheidenen Reha-Abteilung unterzubringen. Eiligst wurden dort Betten hineingefahren, Handtücher bereitgelegt, saubere weiße Nachthemden.
Innerhalb kürzester Zeit lagen alle frisch geduscht, gut verpackt, aber noch immer frierend in ihren Betten, einschließlich des Fahrers. Der Mann hatte den Zwischenfall aufgrund seiner Jugend noch am besten verkraftet.
Eine geschäftig wirkende Verwaltungsdame platzte herein, um die Personalien aufzunehmen. Sie begab sich zu jedem einzelnen ans Bett, schrieb Namen auf, Adressen, Geburtsdaten usw.
Mit blauen Lippen und noch immer zitternd fragte Walter unvermittelt:
„Wo sind unsere Hunde?“ und Vera erhob dieselbe Frage.
„Hier sind sie nicht. Tiere haben keinen Zutritt!“ gab die Dame sachlich zur Antwort.
„Aber sie waren mit uns im Bus, oder?“ fragte Felix unsicher, sich im Bett aufsetzend. Ihm war unter der Decke schon wieder etwas warm geworden.
„Ja“, meldete sich Walter, „aber sie waren so klug rechtzeitig ...auszusteigen.“
Während der nun eintretenden Stille machte sich ein jeder seine Gedanken.
„Können Sie nicht bei jener Polizeiwache anrufen, die einen Wagen zum Unfallort geschickt hat? …
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