Plötzlich blieb er ruckartig stehen, als sei er gegen ein Hindernis gefahren. Bernd eilte hinzu, Hermann im Schlepptau, beide schauten vor die Vorderräder, aber dort war nichts zu sehen. Auch vor die Hinterräder hatte sich keine Barriere geschoben. Daraufhin öffnete Bernd die Beifahrertür und – wich zurück. Die rechte Hand des vermeintlich Toten war um die Handbremse geklammert, keuchender Atem entströmte dem verunstalteten blutigen Gesicht, seine geschwollene Zunge ragte aus dem Mund heraus, inmitten des beißenden Qualms zerplatzten dunkle Speichelblasen auf seinen Lippen - dieser Kerl lebte noch!
Ohne zu zögern trat Bernd mit seinem Fuß in das brennende Fahrzeug hinein auf Nicos Finger, gegen die lodernden Flammen ankämpfend, die ihm entgegen schlugen und ihm augenblicklich den Atem raubten. Aber Nico wollte nicht loslassen, krallte sich wie besessen an der Handbremse fest.
Da holte Bernd tief Luft, beugte seinen Oberkörper ins brennende Wageninnere und schaffte es schließlich unter großer Anstrengung und mit brachialer Gewalt, Nicos Finger vom Griff zu reißen, die Bremse wieder zu lösen und den flammenden Wagen erneut in Bewegung zu bringen.
Hustend und nach Luft ringend brachte er sich in Sicherheit, ließ sich einfach nach hinten ins feuchte Gras fallen. Mit hektischen Schlägen seiner noch immer in Gummihandschuhen steckenden Finger löschte er die kleinen Feuerzungen aus, die sich an seiner Kleidung und am Haar zu schaffen machten.
In dem Moment hatte der Escort die schwarze Kante erreicht, senkte sich ab und verschwand in der Tiefe. Die beiden Männer liefen hin und blickten ihm hinterher. Er fiel etwa zwanzig Meter, schlug hart auf und blieb brennend auf dem Dach liegen.
„Laß uns abhauen!“ sagte Bernd mit einer großen Ruhe, griff sich den Kanister und machte sich zusammen mit dem Freund auf den Rückweg zu seinem Wagen.
Hermann, der während der ganzen Aktion mehr oder weniger unbeteiligt daneben gestanden hatte, war überrascht von der unglaublichen Präzision, mit der Bernd zu Werke gegangen war. Noch mehr allerdings überraschte ihn die Kaltblütigkeit des Freundes.
„Er hat noch ... gelebt?“ wollte er wissen, und nacktes Grauen übermannte ihn.
Bernd nickte und kniff die Lippen zusammen.
„Ein bißchen ...“
Der Sarkasmus in seinen Worten war nicht zu überhören.
„Sie werden doch nicht irgendwelche … Spuren finden?“ erkundigte sich Hermann besorgt. …
Diese Seite hat mir gefallen - weiter lesen ►
...war OK - weiter lesen ►
...sollte überarbeitet werden - weiter lesen ►
...war OK - weiter lesen ►
...sollte überarbeitet werden - weiter lesen ►
◄ zurück blättern
Beurteilen Sie den Text bitte fair.
Ihre echte Einschätzung hilft dem Autor seine Texte zu verbessern.
341 Leser seit 1. Jan. 2026 für diesen Abschnitt
Noch kein Kommentar zu dieser Seite.
Sei der Erste!
Ihre echte Einschätzung hilft dem Autor seine Texte zu verbessern.
341 Leser seit 1. Jan. 2026 für diesen Abschnitt
Noch kein Kommentar zu dieser Seite.
Sei der Erste!