Ein drohendes Knurren in seinem Rücken veranlaßte Nico den Kopf zu wenden, dabei nahm er den Pistolenlauf aus Hermanns Gesicht. Mit Schrecken mußte er erkennen, daß an der Tür ein riesiger grauer Hund stand und ihm seine blütenweißen Zähne zeigte. Ein wahrlich imposantes Gebiß reckte sich dem Fremden entgegen. Ohne auch nur eine Sekunde zu zögern riß Nico die Waffe herum und krümmte den Zeigefinger.
Gleichzeitig nahm Bernd all seine Kraft und Wut zusammen, trat Nico mit den Beinen so fest er konnte in die Hüfte und schleuderte ihn weg von Hermann, quer über den Teppich bis hinüber zur Kaminumrandung, sodaß jener mit seinem Schädel ungebremst an deren Kante krachte und benommen zu Boden sackte.
Der Schuß, der sich aus der Waffe gelöst hatte, dröhnte noch in aller Ohren, als Bernd mit bleichem Gesicht schon neben Nico stand, in den Fingern den Schürhaken. Seine gefesselten Hände umklammerten das schwere Werkzeug, was nicht ganz einfach war, denn seine Handgelenke berührten sich. Bernd verdrehte sie so gut es ging, der Haken fiel zu Boden. Rasch bückte er sich, griff zu und schaffte es mit Mühe ihn wieder aufzuheben. Mit zwei Händen war er nicht zu halten! Er faßte ihn alleine mit der rechten, packte ihn fest und sicher. Dann holte der Ex-Kripobeamte aus wie ein Golfspieler.
Und wie ein Golfschläger sauste die mörderische Waffe auf Nico herab, der auf den gebrannten roten Fliesen vor dem Kamin lag, gerade im Begriff sich unbeholfen aufzurichten.
Der erste Schlag traf die Hand, die noch immer die Waffe umklammert hielt, diese wurde weggeschleudert. Als Nico unbewaffnet vor ihm lag, sich soeben mühselig aufrappelte, hielt Bernd für einen Moment inne. Sollte er, durfte er als ehemaliger Polizist einen Wehrlosen schlagen? Die Gedanken in seinem Kopf rasten hin und her zwischen dem Für und dem Wider. Wenn er ihn an die Behörden auslieferte, war es mehr als wahrscheinlich, daß er durch irgendwelche Manipulationen bald wieder freikommen würde. Das durfte nicht passieren! Noch immer zögerte Bernd. Als jedoch Nico Anstalten machte, sich endgültig zu erheben und dabei sein überhebliches Machogebaren fortsetzte, nahm er Bernd die Entscheidung ab.
Und so legte sich der zweite Hieb quer über sein noch immer unverschämt grinsendes Gesicht, der Kopfhörer landete samt Zubehör auf dem steinernen Fußboden vor dem Kamin und schickte seine zischenden Laute zur Decke hinauf. …
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