Was das bedeutete, wußte Juri. Er freute sich darauf, er fuhr gerne ins Revier, er liebte das Revier! Die dort zu erledigenden Aufträge bereiteten ihm immer ein besonderes Vergnügen, außerdem genoß er die Fahrt mit dem schweren Laster, das Rasseln der Metalle im Rücken …
Dieses Schriftstück enthielt nur die beiden Namen, zwei bekannte Namen, die ihm schon einmal, vor Monaten, begegnet waren. Zwei männliche Namen, und einer davon hatte einen skandinavischen Klang: Hermann Odendahl. Und Bernd Roth!
Neben Nadja war Juri der letzte Verbliebene aus der ehemals stattlichen Riege des Herrn A. Nachdem die Vita Pharma mit ihren millionenfachen Briefsendungen die Regie der Vernichtung selbst in die Hand genommen hatte, mußte der Trupp aufgelöst werden, es gab fast nichts mehr zu tun. Sie hatten sich in alle Winde zerstreut. Nur mit Nadja hielt Juri noch Kontakt, und er benötigte sie für diesen letzen Dienst. Dieser Herr A schien Juri sehr großes Vertrauen zu schenken, schließlich hätte der mit dem Geld genausogut sang- und klanglos verschwinden können. Herr A aber kannte Juri besser. Er wußte um dessen Ehrgeiz, ein gestecktes Ziel zu erreichen, mit allen Mitteln, wenn es sein mußte. Darüber hinaus bestand durchaus die Möglichkeit der Fortsetzung dieser geschäftlich so überaus erfolgreichen und lukrativen Symbiose zwischen Juri und Herrn A. Es bestand für Juri absolut kein Grund, dessen dringlicher Bitte nicht mit der gleichen gewohnten Sorgfalt nachzukommen.
***
Beinahe eine Spur zu viel Eifer legte der Chef der großen Bank an den Tag, wie Lothar und Bernd übereinstimmend empfanden. Und dies lag sicher nicht nur an Bernds überregionaler Popularität. Fast erweckte der Manager den Eindruck des Versuchs einer Wiedergutmachung, als er die drei Männer in seinem Büro empfing, obwohl sein Geldinstitut nicht beteiligt war an den kriminellen Machenschaften der Konkurrenz. Er verschob sofort alle Termine und untersagte seiner Sekretärin jegliche Störung. Dennoch bewahrten sich die Freunde ein gewisses Maß an Distanz.
Bernd plazierte ein Wertpapier Grabows auf dem Schreibtisch des Bankiers, der überflog es und gab die Kontonummer in den Computer ein. Auf dem Bildschirm tat sich nicht viel.
„Herr Grabow hat seine Konten bei uns gelöscht“, sagte der Mann. „Alle!“
„Was bedeutet das: Gelöscht?“ fragte Bernd naiv. „Hat er das Geld bar mitgenommen? War es viel?“
Der Manager griff zum Hörer, wählte eine interne Nummer und fragte nach Grabows Konten. …
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