Erst eine Woche später griff der Bundeskanzler mittels einer Ansprache im Fernsehen persönlich in das Geschehen ein. Phrasenreich, sein ewiges Dauergrinsen im Gesicht, und nichtssagend, wie gewöhnlich, suchte er nach Entschuldigungen für das ‚mögliche Fehlverhalten’ gewisser Kreise der Regierung. Bereits nach wenigen Minuten wurde er vor laufenden Kameras vom Stuhl gezerrt und weggeschleppt. Die Politik erlebte das schlimmste Debakel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Man warf den Staatsvertretern zu recht Mißbrauch ihrer Ämter vor und deutete ihr Demokratieverständnis dahingehend, daß sie sich in freien Urnengängen hätten wählen lassen, um im Anschluß daran jahrelang zu tun, was immer sie wollten.
Das Bewußtsein für politisches Denken in der Bevölkerung erweiterte sich, wurde allmählich erwachsen. Jene Polizeidienststelle in Frankfurt, wo alles seinen Anfang nahm, wurde federführend in Sachen Aufklärung. Diesmal verlief der Weg einmal in die andere Richtung. Er begann ganz unten, in Lothars Dezernat; dort liefen auch die Fäden zusammen.
Immer rascher breitete sich in den Polizeipräsidien des Landes ein nie gekanntes Zusammengehörigkeitsgefühl aus, gierig streckten unbefleckte Beamten ihre Fühler nach den oberen Etagen aus und griffen sich in einer konzertierten Aktion große Teile des Justizapparates. Es folgte das Gesundheitswesen. Die Polizei stieß auf Korruption, soweit das Auge reichte, auch in den eigenen Reihen.
Außenstehende vermochten nicht zu erkennen, wer all jene Säuberungen koordinierte, die das gesamte Staatswesen zum wanken, die es beinahe zum einstürzen brachten, dennoch liefen sie exakt, weiteten sich aus, überspannten das Land. Bald begannen die ersten Politiker aus Furcht sich selbst anzuzeigen und sich den Behörden zu stellen. Dabei gab es Probleme, weil hohe Justizbeamte involviert waren. In der Folge rekrutierte man Richter und Staatsanwälte im Ruhestand, die noch nicht der planmäßigen Eliminierung zum Opfer gefallen waren und ein großes Interesse am Aufdecken dieser diabolischen Entvölkerungsaktion besaßen. …
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