Wenig später verließ Lothar den gläsernen Unterstand und kehrte zum Audi zurück. Die beiden Wartenden konnten nicht einmal erraten, was er dem Pförtner erzählt hatte.
„Okay! Fahr los!“ war alles, was Lothar sagte, als er wieder im Auto saß.
Bernd startete, der Wagen setzte sich in Bewegung, und sofort öffnete sich der Schlagbaum. Der Mann in der Wachstube, noch immer kerzengerade stehend, hob die Hand zum halbmilitärischen Gruß, Bernd deutete eine Erwiderung an, der Audi fuhr über die nasse Straße aufs Firmengelände. Anschließend senkte sich der rot-weiße Balken wieder geräuschlos.
Die beiden Männer konnten es kaum erwarten, daß Lothar zu erzählen begann. In Bernds Gesicht machte sich schon freudige Ungeduld breit. Schließlich kannte er Lothar.
„Nichts Besonderes“, begann der Beamte. „Ich habe dem Mann erzählt, er und die Wachmannschaft stehen im Verdacht, nachts Unbefugte aufs Gelände zu lassen, was er vehement bestritten hat. Ich habe ihm … nicht geglaubt. Jetzt wartet er gespannt auf den Konvoi, den ich angekündigt habe und den er auf keinen Fall unkontrolliert passieren lassen darf. Der Mann war sehr kooperativ. Vielleicht, weil ich ihm versichert habe, daß er, sollte er seine Kollegen vom Wachpersonal warnen – es sind übrigens drei – er sich morgen einen neuen Job suchen kann.“
Das Trio zeigte sich amüsiert über das gelungene Manöver, das ihnen überdies gleich jenen Bezirk beschert hatte, in welchem Sektion M zu finden war. Unauffällig und langsam bewegte Bernd das unbeleuchtete Fahrzeug über das nächtliche Firmengelände, sie erspähten drei offene Laderampen, an denen gearbeitet wurde. Schwere LKW standen davor, Gabelstapler rangierten, Paletten wurden ein- und ausgeladen.
Im Halbdunkel der nächsten Kreuzung erkannten sie in einiger Entfernung einen stämmigen Rottweiler mit breiter Brust und einem glitzernden Halsband, die Nase hoch erhoben, er kam von links. Eine Pfeife war zu hören, der Hund blieb stehen und wendete den mächtigen Kopf. Erneut wurde gepfiffen, unwillig setzte sich der schwerfällige Vierbeiner in Bewegung und trottete zurück zu seinem Begleiter, der wenige Schritte hinter ihm auftauchte. Der Wachmann sprach ein paar leise Worte mit dem Tier, versuchte, sich Respekt zu verschaffen, hatte aber offenbar Probleme mit dem unverhohlenen Starrsinn des eigenwilligen Rüden.
Bernd hatte längst den Motor gestoppt und wartete, bis die zwei in der Seitenstraße verschwunden waren, daraufhin setzten die Eindringlinge ihren Weg fort. …
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