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…  Hinter dem Schreibtisch stand ein ganzer Karton davon. Bernd inspizierte ihn und gab Entwarnung. Obwohl diese Umschläge den von ihnen gesuchten glichen, waren sie gänzlich ungefährlich. Falscher Alarm. Die drei Männer begaben sich wieder auf die Pirsch.
Hermann öffnete die Tür zu einem geräumigen Zimmer, ging hinein, schaltete seine Lampe ein - es war fast bis unter die Decke vollgestopft mit Kartonagen, fein säuberlich übereinander gestapelt. Auch diesen Raum verschloß er wieder. Offenbar war es gar nicht so einfach, hier in diesem vergleichsweise kleinen Gebäude fündig zu werden.  
Auf ihrer Suche irrten auch Bernd und Lothar mehr oder weniger durch die Räumlichkeiten, aber das Erdgeschoß erwies sich als Fehlschlag. Folglich nahmen alle gemeinsam das Obergeschoß in Angriff. Nach einer weiteren viertel Stunde war dieses Stockwerk ebenfalls durchsucht, ohne Erfolg. Bei den Männern breitete sich Ratlosigkeit aus. Einzig die Hündin bewahrte die Ruhe.  
„Ich kann das nicht glauben“, begann Bernd. „Als ob jemand die Leute hier gewarnt hätte. Nichts zu sehen von den Briefen.“
Ein wenig verzagt stiegen die drei Männer die Treppe hinab, bald standen sie wieder im dunklen Erdgeschoß, keinen Schritt weiter als zuvor.
„Hierbei handelt es sich doch sicher um einen größeren Posten Couverts“, warf Lothar ein, „um ziemlich viele sogar, nicht, Bernd?“
„Das ist sehr wahrscheinlich. Vielleicht sind wir in unserem Blickwinkel zu bescheiden. Vielleicht sehen wir den Wald vor Bäumen nicht. Möglicherweise liegen die Umschläge nicht offen herum, sondern sind …verpackt. Oder sie befinden sich irgendwo draußen in einer der großen Lagerhallen.“
Durch eines der Fenster spähte Bernd hinaus aufs düstere Fabrikgelände. Mit einemmal wurde Hermann von einer prickelnden Unruhe erfaßt. Es zog ihn wie magisch zurück zu jenem Raum, der so vollgestopft war mit Kartons; die beiden folgten ihm auf dem Fuße. Hermann öffnete jene Tür zum zweiten Mal. Die bescheidenen Strahlen ihrer Taschenlampen fielen auf Kartons, einer über dem anderen, sorgfältig und akkurat gestapelt, ohne Aufschrift an den Seiten. An der rechten Wand jedoch erspähten sie eine imposante Lücke. Da schien etwas entfernt worden zu sein. Dort waren die Stapel etwas durcheinander geraten, verschoben, als hätte man etliche Kartons herausgezerrt. Eine regelrechte Bresche war hier geschlagen. 
Lothar faßte Hermann an der Schulter und schob ihn sachte beiseite. …
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