Endlich war es Bernd gelungen, den Lappen mittels des Anzünders zum Brennen zu bringen. Obwohl nach Luft ringend, wartete er noch einen Moment. Als er erkannte, daß die Flamme sicher brannte, schleuderte er die Flasche von sich. Eine Sekunde später saß er auf dem Rücksitz, Lothar gab Gas. Keinen Moment zu früh. Hinter ihnen brach ein Inferno los.
Die Flasche war hart aufgeschlagen und zerborsten. Den erwarteten kleinen Feuerball, wie man ihn von Molotowcocktails her kannte, sahen die drei nicht. Denn noch bevor das brennende Wurfgeschoß aufschlug, setzte dessen Flamme die vom Alkohol gesättigte Luft in der ganzen Umgebung in Brand. Einem riesigen Pilz nicht unähnlich raste das brennende Gas den Freunden hinterher. Ein riesiger Feuersturm erhellte die Nacht über dem Gelände der Vita Pharma.
Wenige hundert Meter vom ersten Brandherd entfernt war urplötzlich ein neuer erwachsen, ungleich größer, bedrohlicher, von enormem Ausmaß. Wie eine brennende Ölquelle erschien dem Betrachter der Feuerstrahl, der sich trotz leichten Nieselregens in den schwarzen Himmel bohrte. Und tatsächlich konnte man wenig später Ölgeruch wahrnehmen.
Der entflammte Alkohol hatte sich gnadenlos seinen Weg gebahnt, alles überschwemmt, was sich erdreistete, dieser feuchten, dieser alles verschlingenden Invasion Einhalt zu gebieten, und war bis zur Tankstelle gelangt. Nach kurzer Zeit brannte auch diese lichterloh. Die drei Zapfsäulen waren geborsten, umgefallen, und der kostbare Inhalt schoß unter großem Druck in drei Feuersäulen gen Himmel.
Auch der brennende Alkohol verhielt sich derart aggressiv, daß er um Haaresbreite den fliehenden Wagen entzündet hätte. Schon brannte die Luft, die Straße unter den Reifen des Audi, der eine Gischt aus Regen und loderndem Asphalt hinter sich herzog. Lothar am Steuer erkannte die drohende Gefahr, trat das Gaspedal voll durch, aber es dauerte noch endlose lange Sekunden, bis die drei in Sicherheit waren.
Der an seiner gesamten Oberfläche dampfende Audi hielt sich jenseits der Gefahrenzone, alle vier Seitenfenster waren heruntergelassen, gierig sogen die drei Männer die kühle Nachtluft ein und starrten gebannt auf den Feuerschein am Himmel hinter ihnen.
Die beiden Brände unterschieden sich deutlich. …
Diese Seite hat mir gefallen - weiter lesen ►
...war OK - weiter lesen ►
...sollte überarbeitet werden - weiter lesen ►
...war OK - weiter lesen ►
...sollte überarbeitet werden - weiter lesen ►
◄ zurück blättern
Beurteilen Sie den Text bitte fair.
Ihre echte Einschätzung hilft dem Autor seine Texte zu verbessern.
341 Leser seit 1. Jan. 2026 für diesen Abschnitt
Noch kein Kommentar zu dieser Seite.
Sei der Erste!
Ihre echte Einschätzung hilft dem Autor seine Texte zu verbessern.
341 Leser seit 1. Jan. 2026 für diesen Abschnitt
Noch kein Kommentar zu dieser Seite.
Sei der Erste!