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… 
Der Frau war plötzlich heiß geworden, sie legte sich für einen Augenblick auf ihr Bett, wo sie Momente später das Bewußtsein verlor. In ihren Fieberträumen trank sie bitteren Tee, der trotz gewaltiger Zuckermengen nicht süß werden wollte. Vivian Muller wachte nicht mehr auf.

***

   Der Gedanke erschien Hermann kolossal, umwerfend. Natürlich würde er mitmachen, er vertraute Bernd mittlerweile blind und wußte, daß die Chancen für einen Erfolg gut standen. Überhaupt versprach es wieder eine aufregende Sache zu werden, zusammen mit Lothar und Bernd dieses neue Unterfangen in Angriff zu nehmen. 
   Ihr letztes Abenteuer hatten sie unversehrt überstanden, Lothars Brandwunden erwiesen sich als Bagatellen, und der Rauch, der bei der Rettung des Beweismaterials in seine Lungen eingedrungen war, zeitigte keinerlei Folgen. Auch von seiten der Feuerwehrleute, die das Inferno bei Vita Pharma gelöscht hatten, war von irgendwelchen Vergiftungen nichts bekannt geworden, es gab keine Opfer zu beklagen. Offensichtlich hatte die enorme Hitze das Gift neutralisiert.   
Allerdings war die Vita Pharma AG ebenfalls so gut wie neutralisiert. Über 70 % der Gebäude waren zerstört worden, noch mehr beschädigt. Als einziges war wohl das Pförtnerhäuschen verschont geblieben, vermutlich wegen seiner relativen Distanz zum Ort des Geschehens. 
   Vera befand sich mit Brutus auf einem ausgedehnten Spaziergang, Bernd und Lothar saßen bei den Odendahls und erörterten ihren nächsten Einsatz. Trotz aller Bemühungen war es Lothar nicht gelungen, Grabow dingfest zu machen. Dabei war er selbst vor Tagen nur knapp einem Anschlag entgangen. Eine Kugel hatte das Fenster seines PKWs durchschlagen, ihn am linken Arm gestreift, die Beifahrertür durchdrungen und war in einem geparkten Wagen steckengeblieben, wo sie von der Spurensicherung gefunden wurde. Der Arm schmerzte noch ein wenig. Aber Grabow, von den dreien gesucht und herbeigesehnt wie die berühmte Nadel im Heuhaufen, war wie vom Erdboden verschluckt. Sein Büro verwaist, sein Telefon stumm, nur seine Sekretärin war zu erreichen, konnte jedoch über seinen Verbleib nichts sagen. 
   Auf seiner Dienststelle hatte Lothar Schmidt eine Anzeige in die Wege geleitet, in welcher er Grabow Anstiftung zum Massenmord vorwarf. Tags darauf hatte er Besuch von Solveigh Hindemith erhalten. Lothar kannte die Staatsanwältin nicht persönlich, war aber von Bernd unterrichtet worden. Und gewarnt. 
Unangemeldet war Frau Hindemith in Lothars Büro erschienen. …
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