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…  Aber der Kriminalbeamte in ihm besann sich rechtzeitig. Gemeinsam mit Lothar zog er einen der Kartons herunter, untersuchte den Inhalt kurz und stellt ihn neben die Eingangstür. 
„Den nehmen wir mit“, sagte er gelassen, „das übrige Zeug muß brennen!“
Wie ein Verschwörer trat er neben seine Freunde.
„Am liebsten wäre es mir“, zischte er zwischen seinen Zähnen hindurch, „wenn wir diesen ganzen Komplex Vita Pharma abfackeln könnten.“
In der Folge schaute er lange und konzentriert aus einem der Fenster auf das Fabrikgelände.
„Lothar“, fragte er, „wie zündet man effektiv ein Haus an?“ 
Wie ernst war diese Frage gemeint? Auch sein ehemaliger Kollege Lothar wußte, daß sie mit diesem unglaublichen Fund nicht zur Staatsanwaltschaft gehen konnten, die ohnehin nichts unternehmen würde. Das Material mußte an Ort und Stelle vernichtet werden! Es bestand hauptsächlich aus Papier, und Papier brennt gut, das wußte jeder. Wie aber einen derart großen Haufen anstecken? Hermann lief zur Besenkammer, warf einen suchenden Blick hinein und kam mit einer Flasche Spiritus in der Hand zurück. 
„Das ist gut“, sagte Bernd. „Sehr gut. Aber wartet noch damit!“
Wieder spähte er kurz aus dem Fenster. Unvermittelt hatte er eine teuflische Idee. Auch er verschwand in der Kammer, erschien gleich darauf wieder mit einer leeren Flasche und einem alten Lappen. Bernd atmete tief ein, bevor er fortfuhr.
„Ihr wartet bitte hier! Etwa eine viertel Stunde, das dürfte genügen. Nach genau 15 Minuten zündet ihr den Stapel an. Einverstanden?“
Die beiden Männer stimmten zu und schauten auf ihre Uhren.
„Wenn er anfängt zu brennen“, schloß Bernd ab, „steigt ihr in den Wagen und fahrt exakt die Strecke zurück, die wir gekommen sind. Unterwegs steige ich dazu. Wenn alles klappt …“
Mit diesen Worten gab er Lothar die Wagenschlüssel und verließ das Gebäude, Flasche und Lappen in Händen.
Als Lothar kurz darauf zur Eingangstür ging und hinaus spähte, herrschte draußen eine Grabesruhe. Kein Mensch war zu sehen, von den Hunden fehlte jede Spur, und selbst Bernd war verschwunden. Lothar sah erneut auf die Uhr, die beiden Zurückgelassenen warteten. Was hatte Bernd vor? Wo war er hingelaufen? Zäh verrannen die Minuten, mehrmals nahm Hermann den Spiritus in die Hand und stellte ihn wieder ab. Seine Unruhe wuchs. Warum hatte Bernd nicht gesagt was er vorhatte? War es so gefährlich? Wollte er seine Freunde nicht noch mehr beunruhigen? …
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