A     A     A
…  Sie passierten eine Tankstelle, an der die firmeneigenen Fahrzeuge ihren Kraftstoff erhielten. Sie bestand aus drei Zapfsäulen, Benzin, Super und Diesel, war aber um diese späte Stunde nicht in Betrieb.  
Ein Stück weiter ragten riesige gelbe Tanks senkrecht in den wolkenbeladenen Himmel, acht an der Zahl, die Ventile mit großen gußeisernen Rädern versehen. In jenen Tanks, von denen jeder um die 50 Kubikmeter faßte, befand sich Alkohol, wie auf einem Schild zu lesen war. Extrem hochprozentig zwar, aber ein durchaus trinkbarer Konsumartikel, wie Lothar scherzhaft bemerkte. Im Vorüberfahren sah sich Bernd die Anlage genauestens an.
Der Alkohol wurde benötigt für die zahlreichen Arzneien, die hier produziert wurden. Sektion Q stand auf der Tafel am Ende der Anlage. Weiter ging die Fahrt. Lothars Hund auf dem Rücksitz hob den Kopf und schaute neugierig nach draußen, er hatte die Witterung des Rottweilers in die Nase bekommen.  
Sie näherten sich Sektion W, was darauf schließen ließ, daß diese Abschnitte nicht chronologisch angeordnet waren, denn anschließend fuhren sie am Buchstaben D vorbei. Aber der Pförtner hatte ohnehin auf das äußerste Ende des Firmenbereichs verwiesen. Schon konnten die drei den Zaun ausmachen, der die Fabrik umschloß. Rechts tauchte ein flaches Gebäude auf, nur zwei Stockwerke hoch, davor signalisierte ein grünes Schild, daß sie am Ziel waren: Sektion M.
Ohne Hast, als ob er hier zu Hause wäre, lenkte Bernd den Audi auf einen Parkplatz neben dem Gebäude und zog den Zündschlüssel ab. Die drei stiegen aus, den Wagen schloß Bernd nicht ab. Lothar hielt seinen Belgischen Schäferhund direkt am Bein, das Tier gehorchte, es war abgerichtet, sehr zuverlässig und darüber hinaus ein Weibchen, die ohnehin leichter zu führen sind. 
Wie selbstverständlich ging Lothar zur Eingangstür, sie war verschlossen. Er drehte sich um, nur einen Moment, und während Hermann an seine Seite trat, rammte er mit der Schulter dagegen. Die Tür hielt. Sie war bestückt mit dicken Glasquadern und umrahmt mit Streben aus stabilem Aluminium. Bernd, der erkannte, daß diese Tür auch weiter standhalten würde, lief um das Haus herum, schlug auf der Rückseite eine Scheibe ein, stieg hindurch und bahnte sich im Dunkeln seinen Weg durch die Räume zur Eingangstür hin. Sie von innen zu öffnen war eine Kleinigkeit. Die beiden Freunde traten ein, mit ihnen der Hund.  
„Halt den Hund gut fest, Lothar!“ sagte Bernd leise. …
Diese Seite hat mir gefallen - weiter lesen
...war OK - weiter lesen
...sollte überarbeitet werden - weiter lesen
  ◄ zurück blättern  
Beurteilen Sie den Text bitte fair.
Ihre echte Einschätzung hilft dem Autor seine Texte zu verbessern.
341 Leser seit 1. Jan. 2026 für diesen Abschnitt

Noch kein Kommentar zu dieser Seite.
Sei der Erste!
Gedankenaustausch: Hinterlasse dem Autor einen Kommentar.

Bitte Sicherheitskode links abtippen.