Nachdem etwa eine viertel Stunde verstrichen war, wurden alle Obdachlosen nach und nach so schläfrig, daß sie sich nur noch mit Mühe aufrecht halten konnten. Dies lag nicht ausschließlich am Alkohol. Sondern in erster Linie an dem schnell wirkenden Schlafmittel, mit welchem der Neuankömmling zuvor den Wein gewürzt hatte.
Die durchdringende Musik in den Ohren, wartete Nico weitere 15 Minuten, bis auch der letzte der Obdachlosen zu seinem Lager gekrochen und trotz der empfindlichen Kälte eingeschlummert war.
Diese Unterführung war für Nicos Vorhaben ausgezeichnet gewählt, hier unten ließ sich um diese späte Stunde kein ehrbarer Bürger mehr blicken. Lieber riskierten die Leute, beim Überqueren der darüber hinweg führenden Stadtautobahn überfahren zu werden, als jenen unwirtlichen Tunnel zu benutzen.
Nico war kräftig. Zwei Männer und die drei Frauen erdrosselte er in Windeseile mit bloßen Händen. Im Anschluß nahm er sich die restlichen neun vor. Mit seiner Rechten, die in einem dicken Lederhandschuh steckte, zerschlug er eine der Weinflaschen am Schädel des am nächsten Liegenden und stach schließlich allen der Reihe nach den nadelspitzen Flaschenhals in die Kehle. Er tat dies mit merkwürdig abgehackten Bewegungen, als diktierte ihm die Musik in den Kopfhörern sein fatales Handeln. Hellrotes Blut schoß in pulsierenden Fontänen aus den Arterien der tödlich Verletzten und sammelte sich auf dem trostlosen Pflaster zu beeindruckenden Pfützen. Hier fand ein regelrechtes Gemetzel statt! Diejenigen, die nochmals für einen Moment ihre Augen öffneten, waren bald vom Blutverlust zu sehr geschwächt, um Widerstand zu leisten und ergaben sich hilflos in ihr Schicksal.
Nico tanzte, während er im Blute der Obdachlosen watete. Er machte nicht einmal den Versuch, dieses Massaker wie ein gegenseitiges Abschlachten aussehen zu lassen. Als er sein abscheuliches Werk vollendet hatte, verließ er den Ort schleunigst. Unterwegs riß er sich die Plastikbeutel von den Füßen und warf sie zusammen mit den Handschuhen mehrere hundert Meter entfernt in eine offene Mülltonne, noch immer vorwärts getrieben von den knallharten Klängen, die in seinen Ohren hämmerten. …
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