„Ist es noch weit?“ wollte er wissen, und die Ungeduld in seiner Stimme war kaum zu bändigen.
„Nicht mehr weit“, bekam er zur Antwort. „Sind gleich da.“
Dennoch riskierte es Hermann, seine rechte Hand auf ihr Bein zu legen. Großzügig ließ Nadja ihn gewähren.
„Vorsicht! Dort mußt du hineinfahren“, stieß sie hastig hervor, Hermann griff wieder mit beiden Händen ans Lenkrad.
Sie näherten sich einem alten Backsteingebäude, und Nadja zeigte mit ausgestrecktem Arm auf ein breites Tor.
„Dort hinein?“ fragte Hermann ungläubig, denn es handelte sich zweifelsohne um ein Fabrikgebäude.
„Ja. Dort hinein“, zerstreute sie seine Bedenken schnell, Hermann lenkte den Volvo in das Gewölbe der langgestreckten Einfahrt. Kurz vor Ende des Tunnels bremste er und schaute auf Nadja. Vor ihnen lag ein Hof, der aussah wie ein verwahrloster Schrottplatz. Wo um alles in der Welt wohnte diese hübsche Frau? Nadja machte eine Handbewegung, er solle weiter fahren. Er tat es, und sie stoppten endgültig vor der Mauer eines niedrigen ehemaligen Büros, das etwas in den Hof hineinragte, bei dem ein Fenster zerbrochen war und in dem seit langem niemand mehr arbeitete.
Die hübsche Frau öffnete ihre Wagentür und stieg aus, Hermann tat es ihr gleich. In diesem Moment fuhr ein grüner PKW in den Tunnel, hielt und versperrte die Durchfahrt. Nadja warf einen scheuen Blick hinüber, auch Hermann kam die Situation nicht geheuer vor.
„Was geht hier vor?“ fragte er erschrocken.
Während Nadja sich unsicher bis zur Backsteinmauer zurückzog, erzitterte der Hof vom Hall einer zugeschlagenen Autotür und vom blockierten Tunnel her näherte sich ein stämmiger kurzbeiniger Mann mit dicken Brillengläsern. Er hielt eine Waffe in der Hand, ging auf Hermann zu, packte ihn brutal am Arm und zog ihn mit sich fort, Hermann hatte keine Chance sich zur Wehr zu setzen. Der kräftige Juri zerrte ihn eine Treppe hinunter, öffnete eine schwere Eisentür und stieß ihn ins Innere des Kellers. Sofort schloß sich die Tür wieder.
Hermanns Augen mußten sich zunächst an die hier unten herrschende Dunkelheit gewöhnen. …
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