„Der junge Mann braucht Hilfe, sein Wagen ist nicht in Ordnung“, sagte er in beschwichtigendem Ton, wobei er auf einen Stuhl in der Wohnstube deutete, um Nico Platz anzubieten.
Der setzte sich brav, betrachtete interessiert die Einrichtung und versuchte ein Lächeln, begleitet vom unverzichtbaren rhythmischen Kopfnicken, welches von der hämmernden Musik in seinem Schädel gesteuert wurde. Da zog der Kamin Nicos Aufmerksamkeit auf sich.
Walter hielt das geöffnete Telefonbuch in Händen, als Max im Flur zu taumeln begann. Er versuchte, in einer verdrehten Körperhaltung auf drei Beinen balancierend stehen zu bleiben, mühte sich vergeblich und fiel schließlich um. Seine Beine begannen zu zucken, zu laufen. Sofort waren Edith und Walter an seiner Seite und sorgten sich um das am Boden liegende Tier.
Nico war ebenfalls aufgestanden. Unbemerkt hatte er sich den schweren Schürhaken aus dem Ständer neben dem Kamin gegriffen, und wie ein ausgeflippter Diskotänzer näherte er sich nun den beiden Knienden.
„Was ist mit ihm?“ fragte Edith besorgt und kraulte den sterbenden Max hinterm Ohr.
„Ich weiß es nicht, Schatz“, entgegnete Walter. „Vielleicht hat er etwas … gefressen.“
Hilflos schaute Walter seine Gattin an. Da bemerkte er ihre weit aufgerissenen Augen, mit denen sie über seinen Kopf hinweg starrte, sah ihren zum Schrei geöffneten Mund.
Aber noch bevor er den Kopf wenden konnte traf ihn der Schlag. Er stürzte zu Boden, verlor sofort die Besinnung, fiel in ein bodenloses schwarzes Loch. Ebenso erging es Sekunden später seiner Frau. Edith hatte noch den Versuch unternommen, auf den Knien zu fliehen, aber sie erreichte die rettende Haustür nicht. Mit einem gezielten Hieb quer über ihren Schädel streckte Nico auch sie nieder und schleppte sie zurück. Alsdann schlug er wie in Ekstase auf die beiden Opfer ein, angetrieben von den aggressiven Klängen in seinen Ohren. Ein Schritt vorwärts - ein Schlag, eine Drehung - ein Schlag. Als tanzte eine spastische Marionette ein hysterisches Holzhackerballett.
Von dem Hund war nichts mehr zu befürchten, Max war sanft entschlafen. Das Gift hatte ausgezeichnet gewirkt. Neben allen wichtigen Informationen versorgte Juri seine Leute stets mit den besten verfügbaren Mitteln.
Als sich sein Rausch etwas gelegt hatte, ließ Nico den ziemlich verbogenen Schürhaken achtlos fallen, verließ das Haus, um aus dem Wagen zwei Kunststoffflaschen zu holen.
Mittlerweile war die Dunkelheit vollständig über die Kastanienallee hereingebrochen, draußen niemand zu sehen, und kurz darauf stand Nico wieder im Försterhaus. …
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