Am Abend jenes Tages faßte Bernd seinen Entschluß, zu einer groß angelegten Demonstration aufzurufen, bei welcher er als einer der Redner auf die untragbare Renitenz hinweisen wollte, die den Ruheständlern von seiten des Krankenwesens und der Rentenanstalten entgegen gebracht wurde. In der vergangenen Woche erst waren Renten und Pensionen erneut gekürzt worden, was zu einem enormen Zulauf bei der heutigen Demo geführt hatte. Die pensionierte Volksseele kochte über, man stand im Begriff sich zu organisieren …
Bernd, Hermann, Vera, Felix und Helga liefen inmitten der mehrere tausend Köpfe zählenden Schar, fest entschlossen, sich diesmal zur Wehr zu setzen, sich nicht einschüchtern zu lassen, ihre Bedürfnisse mit Nachdruck zu artikulieren.
Wiederum versuchte einer der zahlreichen Randalierer den Marsch zu stören, indem er den Vorübergehenden sein Bein in den Weg stellte. Bernd befand sich in nächster Nähe, bemerkte es, machte einen raschen Schritt vorwärts und trat voll zu. Mit seinem Absatz traf er den Spann des jungen Mannes, es knackte kurz, und der Kerl humpelte zeternd von dannen.
Bernd wußte sich zu wehren aufgrund seiner Fitneß, seiner Körpermasse und nicht zuletzt wegen seiner Erfahrung im Beruf. Andere vermochten das nicht und ließen die unwürdigen Behandlungen zähneknirschend über sich ergehen.
Endlich erreichten sie den Marktplatz. Ein Podest war aufgerichtet, Mikrofone standen bereit, Fernsehkameras liefen, die Massen verteilten sich auf dem Gelände, ein auf- und abschwellendes Gemurmel lag über der Szenerie. Bernd bahnte sich seinen Weg hinüber zum Rednerpult, grüßte mal hier einen Bekannten, schob dort vorsichtig einen Teilnehmer, der im Wege stand, beiseite.
Auf dem Podest angelangt, schweifte sein Blick über die zahllosen Gesichter der nicht mehr am Arbeitsprozeß Teilnehmenden, die voller Erwartung und Ungeduld zu ihm herauf blickten. Bernd bog sich das Mikro zurecht, machte einen kurzen Test und begann mit seiner Rede.
Kaum hatte er den Grund dieser Zusammenkunft angesprochen, die Zwischenfälle auf dem langen Weg hierher bedauert und darauf hingewiesen, daß: „…es für uns höchste Zeit wird, uns zu wehren…“, als das Mikrofon verstummte. …
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