Nachdem der Mann einige Zeit vergeblich gesucht hatte, lief er weiter zum Lufthansaschalter, wo er sich nach der Frachtmaschine aus Australien erkundigte. Die junge Angestellte lachte amüsiert, verließ ihren Schalter und zeigte Juri, wohin er sich begeben mußte. In diesem Terminal würde er die Maschine nicht finden, hier war die Personenabfertigung. Er mußte zum Frachtzentrum Nord. Juri bedankte sich höflich und machte sich auf die lange Wanderschaft.
Der stämmige Mann mit der dicken Brille kannte in seiner Heimat eine ganze Reihe von Dörfern, die man schneller durchmessen konnte. Wie eine Weltreise mutete es ihn an. Die Abfertigungshalle des Internationalen Flughafens wollte nicht enden, seine Füße begannen zu schmerzen. Glücklicherweise blieb ihm das Kofferschleppen erspart. Nach Hunderten von Metern erreichte er das Ende der Halle, verließ sie und gelangte irgendwann zum Zentrum Nord.
Auf diesem Teil des Airports sah es völlig anders aus. Diese Zone wurde nicht von jener Hektik bestimmt wie der andere Bereich, hier ging es wesentlich ruhiger zu. An diesem Ort beschäftigte man sich mit leblosen Materialien, mit unbewegten; in den meisten Fällen jedenfalls. Weitere lange Minuten verstrichen, bis Juri schließlich Tor 26 erreichte, jene Stelle, an der die gesuchte Maschine andocken sollte. Er brachte die voraussichtliche Landezeit in Erfahrung; ihm verblieben noch knappe zwei Stunden.
Mit dieser Maschine kehrte Herr A zurück. Nicht ganz freiwillig, wie Juri beim Telefonat aus dessen Worten hatte herauslesen können. In seiner Begleitung befanden sich zwei Beamte der deutschen Polizei. Was Juri nicht wußte, war, ob diese Männer Waffen besaßen. Davon hatte Herr A nichts erwähnt.
Zwei Stunden waren eine lange Zeit, die er zu nutzen wußte. Er kannte jetzt den genauen Ankunftsort, und von dort konnte man den Flughafen nur in zwei Richtungen verlassen: Die Straße hinter dem Gebäude verlief von Ost nach West. Folglich trugen seine schmerzenden Füße Juri die weite Strecke zurück zum Parkhaus, er holte den Mietwagen und fuhr ihn ganz in die Nähe des Ausganges Nord. …
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